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Verklebungen von Pappelsperrholz und Freisetzung von Formaldehyd

Verklebung

Die Qualität der Verklebung wird in Übereinstimmung mit der Norm UNI EN 314 definiert, vorbehaltlich einer geeigneten Vorbehandlung in Abhängigkeit der Feuchtefestigkeit (Verklebungsklasse).

Sperrholz Panguaneta wird nur mit den folgenden Klebstoffen produziert:

  • Nutzungsklasse 1: Verklebung mit Harnstoffkleber, der die Anforderungen zufrieden stellt, die die Nutzungsklasse für die Verwendung der Platte im Trockenbereich vorsieht  (UNI EN 636-1)
  • Nutzungsklasse 2: Verklebung mit Melaminharzkleber,  der die Anforderungen zufrieden stellt, die die Nutzungsklasse für die Verwendung der Platte im Feuchtbereich vorsieht (UNI EN 636-2)
  • Nutzungsklasse 3: Verklebung mit Melaminharzkleber, der die Anforderungen zufrieden stellt, die die Nutzungsklasse für die Verwendung der Platte im Außenbereich vorsieht (UNI EN 636-3)

Verklebungen auf Wunsch:

  • CTB-X (Zertifikat Nr. 51): Sperrholz Tutto Okoumé  Twin und Tutto Okume für strukturelle Verwendungen und Schiffsbau
  • CARB Phase 1 und  2 (Zertifikat Nr. 001-2011-TPC 016): Sperrholz Pappel, oder mit Innenschichten aus Pappel und Seiten aus Ilomba, Ceiba und Okoume

Freisetzung von Formaldehyd

Was ist Formaldehyd?
Eine organische Verbindung, die zur Familie der Aldehyde und flüchtigen organischen Verbindungen (VOCS) gehört. Bei Raumtemperatur ist sein Aggregatzustand gasförmig und sein Geruch stechend.

Die Verbindung wird reichlich in der Produktion für zahlreiche Materialien für das Bauwesen und zur Herstellung von möbeln verwendet. Es fällt auch als Sekundärprodukt bei der Verbrennung und bei Naturerscheinungen an. Deshalb ist Formaldehyd in beachtlichen Konzentrationen sowohl  in Ambienten indoor als auch outdoor vorhanden.

Formaldehyd in Sperrholz

Platten auf der Grundlage von Holz werden anhand ihrer Formaldehydfreisetzung klassifiziert  unter Berücksichtigung der Kriterien, die in den technischen Normen der Branche aufgeführt und unter Anhang B von UNI EN 13986 zusammengefasst sind. Die Emissionsklasse wird dem Produkt nach der Durchführung einer Anfangsprüfung  und periodischen Prüfungen der Produktion erteilt.

Klasse E1 – Bestimmung in Konformität mit den Normen UNI EN 636.

Die Platten der Klasse E1 kennzeichnende Parameter:

  • Typprüfung zu Beginn: Alle Plattentypologien müssen Emissionen von weniger oder gleich 0,124 mg/mc Luft aufweisen, Messungen mit  Methode nach UNI EN 717-1 (Emissionskammer-Methode);
  • Produktionskontrolle: Rohplatten, MDF oder OSB, müssen einen Gehalt an Formaldehyd von weniger, gleich 8 mg/100 g bei im Ofen getrockneter Platte haben, Messung nach der Methode  UNI EN 120 (Perforator-Methode). Alle anderen Plattentypen, einschließlich lackierter, veredelter oder plattierter, müssen Emissionen min. oder gleich 3,5 mg/m² h aufweisen bei Messungen mit der Methode nach UNI EN 717-2 (Gas-Analyse-Methode)

Platten der Klasse E1 (niedrige Emissionen) können verwendet werden, ohne in der Luft der Testkammer eine Formaldehyd-Ausgleichskonzentration (erläutert in der Norm UNI EN 717-1) von mehr als  0,1 ppm zu verursachen, von der Weltgesundheitsorganisation empfohlener Grenzwert für die Lebens- und Aufenthaltsräume

Neue Emissionsgrenzen für Formaldehyd in den USA

eit vielen Jahren ist Panguaneta eines der fortschrittlichsten Unternehmen in der Entwicklung umweltfreundlicher Sperrholzplatten, um die Anforderungen eines äußerst anspruchsvollen Marktes, wie den US-amerikanischen, zufrieden zu stellen. Panguaneta als akkreditiertes Unternehmen beliefert die wichtigsten Hersteller von Caravan, Büro-Designermöbeln und die meist qualifizierten Vertriebszentren.
Auch aus diesem Grund war Panguaneta einer der ersten Betriebe in der Branche, der sich mit den Vorgaben des Staates von Kalifornien in Bezug auf  die Reduzierung der Emissionsgrenzwerte für Formaldehyd auseinandersetzte.

Ab 1. Januar 2009 sind die Voraussetzungen für die Einfuhr von Holzplatten und den daraus gefertigten Holzprodukten (einschließlich Möbel) in den Staat Kalifornien rechtskräftig geworden. Der Staat von Kalifornien setzt in den kommenden Jahren weltweit die strengsten  Vorschriften zur Formaldehyd-Freisetzung aus Platten auf der Basis von Holz und aus Endprodukten mit Formaldehydgehalt, die in den Markt auf kalifornischem Territorium eingeführt wurden, in Kraft.
Das Inkrafttreten der neuen Grenzen geschieht allmählich und in zwei Phasen. Die erste begann am 1. Januar 2009, als die neuen Grenzen (0,08 ppm bei  Laubbaum-Sperrholz, 0,18 ppm bei Spanplatten und 0,21 bei MDF) auf einem Niveau bleiben, das vergleichbar ist mit jenen, die für die europäische Klasse E1 vorgesehen sind.

Bei der zweiten Phase, die zwischen 2010 und 2012 umgesetzt wird, werden diese Werte jeweils drastisch reduziert  auf 0,05 ppm, 0,09 ppm und 0,11 ppm.

Die Bezugs-Messmethode ist jene, die in der amerikanischen Norm ASTM E 1333-96 (2002) (Emissionskammermethode) beschrieben wird. Leider gibt es derzeit keine offiziellen Korrelationen zwischen den durch die ASTM-Methode  erzielten Werte und jenen, die mit analoger Methode in Europa (EN 717-1) gemessen werden.  Die betreffenden Produkte müssen Zertifizierungen von Seiten Dritter haben, die von Organismen ausgestellt sind, die von California Air Resource Board akkreditiert sind. Die neuen Regeln sehen ferner Stichproben an Produkten vor, abgesehen von den strengen Anforderungen der Überwachungskette. Die neuen Grenzen gelten  derzeit nur für den Staat Kalifornien. Es ist dennoch anzunehmen, dass andere Staaten in den USA mit dem Gedanken spielen, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen.

Anforderungen an Formaldehydemissionen bei Sperrholzplatten aus Laubholz, Paneelen aus Holzteilen und Paneelen aus Holzfaser1) im Staat von Kalifornien

Datum der Inkraftsetzung

Emissions-Grenzwerte,  in ppm,  in Phase 1 (P1) und Phase 2 (P2)

Sperrholz Laubbaum

Sperrholz Laubbaum mit  Seele aus Composita

Paneele aus Holzstücken

Paneele aus Holzfaser

Paneele aus feiner Faser

1 jan 2009

P1: 0,08

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P1: 0,18

P1: 0,21

P1: 0,21

1 juli 2009

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P1: 0,08

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1 jan 2010

P2: 0,05

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1 jan 2011

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P2: 0,09

P2: 0,11

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1 jan 2012

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P2: 0,13

1 lug 2012

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P2: 0,05

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1) Werte stützen sich auf die  Prüfungsmethode ASTM E 1333-96 (2002)  parts  per milion (ppm)

Das japanische "Building Standard Law" und die Folgen für die Möbelbranche

Im Juli 2003 ist in Japan ein neues Gesetz in Kraft getreten, das vorsieht, Giftstoffe (darunter Formaldehyd) in Gebäuden zu beschränken. Der folgende Artikel, den nur Mitglieder runterladen oder konsultieren können, fasst zusammen und illustriert kurz und bündig, worin die neue Klassifikation besteht, welche Güter zertifiziert sein müssen und die Modalitäten, um die notwendige Zertifizierung zu erhalten.

Stellungnahme von Seiten der italienischen Gesetzgebung

Ab 11. Dezember 2008 ist es in Italien verboten, Platten auf der Basis von Holz oder Halbfertigware und Endprodukte,  für die Formaldehyd verwendet wurde, und bei denen Formaldehyd-Emissionenen festgestellt wurden, die höher als die Grenzwerte für die Klasse E1 sind, Norm UNI EN 13986, in den Markt zu bringen. Die von der Umsetzung des Dekrets betroffenen Produkte müssen von einer Konformitätserklärung von Seiten des Herstellers begleitet sein.

Im August 2009 hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik allen auf regionaler Ebene zuständigen Behörden ein Rundschreiben gesandt, das wichtige  Informationen und Auslegungen des Dekrets vom  10. Oktober 2008 beinhaltet. Im Wesentlichen betreffen die Erläuterungen:

  • Individualisierung von Materialien und Bearbeitungen von Platten, die als mögliche Ursache für den Zusatz von Formaldehyd angesehen werden (und umgekehrt jene, die das nicht sind und deshalb keinen Prüfungsbedarf haben);
  • Durchführung einer jährlichen Prüfung, siehe Art.4, Absatz  3 des  Dekrets;
  • Häufigkeit interner Kontrollen, wenn es keine Dauerfertigung ist (beispielsweise Handwerksproduktionen);
  • Modalität der Abfassung und Präsentierung der Konformitätserklärung;
  • Verpflichtungen der verschiedenen Glieder der Produktions-  und Handelskette.

Beigefügte Unterlage: italienisches Gesetzesdekret

Reaktionen der außereuropäischen Länder

Die Formaldehyd-Emissionen aus Platten sind Gegenstand einer pflichtgemäßen Bewertung in den verschiedenen Ländern der Welt und oft Gegenstand von Beschränkungen, die von den verschiedenen nationalen Gesetzgebungen aufgebürdet werden. Die Kriterien, die in den verschiedenen  geographischen Gebieten verfolgt  werden,  um die Emissionen festzulegen und die Produkte zu klassifizieren, sind allerdings verschieden und nicht immer leicht gegenüberzustellen.

Beigefügte Unterlage: Beschreibung der Klassifikationssysteme,  die in verschiedenen geographischen Gebieten in Anwendung sind